Welcher Lerntyp bist du?

Seien wir ehrlich: Solange man kein unglaubliches Interesse an einem Fach hat, fällt den meisten das Lernen eher schwer. Bei manchen fängt es schon beim zuhören im Unterricht an, denn irgendwie scheinen die Wörter, die da aus dem Mund des Lehrers kommen, nicht wirklich Sinn zu ergeben. Andere können Grafiken oder Schaubilder im Buch nicht wirklich nachvollziehen und wieder andere bleiben in der Diskussionsrunde im Gemeinschaftskunde-Unterricht irgendwie auf der Strecke. Das liegt daran, das es unterschiedliche Lerntypen gibt, d.h. manche lernen besser mit Grafiken, andere nehmen den Stoff am besten auf, wenn sie im Anschluss darüber reden.

Insgesamt gibt es vier Hauptlerntypen: visuell, haptisch, auditiv und kommunikativ. Die meisten Menschen sind eine Mischung aus mehreren, mit einigen eindeutiger verteilten Schwerpunkten. Um herauszufinden, zu welchen Lerntypen du gehörst und wie du deine Lernleistung optimierst, erfährst du von uns im folgenden Artikel.

Der visuelle Typ

Als visueller Lerntyp fällt es dir besonders leicht, wenn du die Information, die du aufnehmen musst, vor dir siehst. Grafiken, Mind Maps oder kleine Zeichnungen bringen dich meistens besser voran als jeder Vortrag, den dein Lehrer im Unterricht hält. Es hilft dir, die Informationen in einen tatsächlichen Zusammenhang zu setzten. Statt also davon zu hören, wie Atome Schalen haben, in denen Elektronen sitzen, brauchst du ein Schaubild, damit es klickt. Bei Naturwissenschaften und künstlerisch-kreativen Fächern sind visuelle Stützen eine eindeutige Hilfe. Du lernst hier am besten wenn du deine Aufschriebe aus dem Unterricht als Tabelle, Grafik o.ä. darstellst, viel mit Farben arbeitest und dir zu Sachzusammenhängen Grafiken, Videos oder Schaubilder anschaust. 

Der haptische Typ

Wenn du ein haptischer Typ bist, fällt dir praktisches, anwendbares Wissen am einfachsten. Du verstehst Vorgänge in Chemie oder Physik besser, wenn der Lehrer dazu ein passendes Experiment macht und ihr euch bestenfalls dran beteiligt. Zu sehen und zu fühlen wie etwas vorgeht und funktioniert bedeutet für dich, es besser verstehen und lernen zu können. Auch Sachzusammenhänge bringen dich vorwärts: Das bedeutet z.B. das du exponentielles Wachstum besser verstehst, wenn dein Lehrer es mit dem Wachstum einer Bakterienkolonie vergleicht. Wenn diese Aussagen auf dich zutreffen, dann solltest du versuchen, möglichst viele haptische Bezüge zu deinem Stoff herzustellen. Schaue dir Vorgänge und Experimente im Internet und stelle sie nach, falls möglich.

Der auditive Typ

Auditive Typen sind die, die von konventionellem Unterricht am meisten profitieren. Sie sind gute Zuhörer, scheinen endlose Aufmerksamkeitsspannen zu haben und verstehen Dinge auf rein theoretischer Basis. Oft machen sie sich jedoch schwer mit Texten oder Grafiken, die nicht wirklich erklärt werden. Unser Tipp: Lese dir deine Notizen laut vor und nehme deine Stimme gleichzeitig mit dem Handy auf. Höre dir danach die Aufnahme regelmäßig an. Du wirst dir Dinge deutlich besser merken. Auch z.B. beim Vokabeln lernen hilft es dir, wenn du dir die Wörter und deren Übersetzungen laut vorliest. Du musst besonders darauf achten, die Laute an denen du orientierst in nachvollziehbare Gedankengänge zu formulieren.

Der kommunikative Typ

Der Stoff sitzt irgendwie nicht so richtig, du redest aber mit einem Freund darüber und auf einmal klickt es? Dann bist du wahrscheinlich ein sehr kommunikativer Typ. Du profitierst im Unterricht meist von Diskussionsrunden und Fragestellungen. Je mehr fremde Sichten auf eine Problemstellung du zu hören bekommst, desto schneller und umfassender verstehst du das Thema. Der Dialog mit deinen Lehrern und Mitschülern ist dir dabei nicht nur wichtig, sondern auch hilfreich. Wenn du beispielsweise etwas trocken auswendig lernen sollst, dann kann es dich weiterbringen, wenn du jemand unbeteiligtem den Stoff erklärst. Du erhält dadurch eine neue Perspektive und ein genaueres Verhältnis, wenn du versuchst, Infos an jemanden weiterzugeben.

Na, welcher Typ passt am besten zu dir? Welche Merkmale konntest du erkennen? Versuch doch, unsere Lerntipps zu einem für dich sinnvollen Lernplan zusammen zu stellen. Weitere Tipps gibt’s bei uns 🙂