Unsere Tipps zum Thema Ausbildung

Viele Abiturienten sehen eine Ausbildung nicht so hoch an wie ein Studium. Das ist aber nicht richtig!  Auch – bzw. gerade – eine Ausbildung ist sehr anspruchsvoll und in der heutigen Zeit gut angesehen. Als Abiturient denkt man sich häufig: „ Ich hab Abi, also will ich auch studieren!“ Warum aber gerade für Abiturienten eine Ausbildung sehr attraktiv ist, erklären wir euch hier.

 

Azubi… Ja, Nein?

Wenn du diesen Text liest, können wir dir erstmal gratulieren! Du bist einer der wenigen Abiturienten, die sich für eine Ausbildung interessieren. Du wirst schnell merken, dass eine Ausbildung dir viel mehr bieten kann, als du anfangs vielleicht gedacht hast. Wir haben dir die wesentlichen Vor- und Nachteile zusammengestellt und hoffen dir damit bei deiner Entscheidung weiter zu helfen.

🙂 1. Geld

Klar, wer eine Ausbildung in einem Unternehmen macht, wird dafür entlohnt. Als Azubi verdient man hier, je nach Branche, zwischen 500-1000 Euro im Monat. Das gibt dir viel Freiheit und Platz für Investitionen.

 

🙂 2. Sicherheit

Du kannst dir sicher sein, dass du die nächsten 2-3 Jahre monatlich Geld bekommst. Im Gegenteil zu einem Studium hast du einen Vertrag mit einem Unternehmen, der dir – bei entsprechendem Verhalten – deine Ausbildung „garantiert“.

 

🙂 3. Job

Gerade durch die Entwicklung junger Menschen hin zum Studium fehlen den Unternehmen die guten Fachkräfte im Bereich Handwerk. Diese kommen aber nicht durch ein Studium, sondern durch eine Ausbildung. Dementsprechend ist es relativ wahrscheinlich, dass du nach deiner Ausbildung vom Unternehmen übernommen wirst. Somit musst du dir nicht erst einen Job suchen, bei dem du evtl. am Anfang wenig verdienst.

 

🙂 4. Aufstiegschancen

Viele Unternehmen setzten auch in Führungsetagen und bei der Entwicklung auf Personal, dass viel Praxiserfahrung hat. Das heißt, dass man mit Engagement gute Chancen hat im Unternehmen aufzusteigen. Gerade als Abiturient.

 

🙂 5. Bewerbungsverfahren

Auch ein großer Vorteil ist die Bewerbung an sich. Bei den meisten Unternehmen kann man sich schon 1 Jahr vor dem Abitur bewerben und bekommt auch sehr früh seine Zusage. Während andere im August nach dem Abi noch nicht wissen, wo sie angenommen werden und wo nicht, kannst du schon 1 Jahr vorher planen und dich freuen. Auch hast du sehr gute Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden. 2014 wurden 37.100 Ausbildungsplätze nicht besetzt! Also Bewerbung schreiben und du hast den Ausbildungsplatz so gut wie in der Tasche!

 

Praxis, Arbeiten, Lernen

Es gibt aber auch Nachteile an einer Ausbildung, die du dir auch zu Herzen nehmen solltest.

🙁 1. Vertrag

Ein Vertrag ist eine Sicherheit für beide Parteien. Also für dich und dein Unternehmen. Dementsprechend bist du auch ein wenig eingeschränkt in deiner Flexibilität. Du kannst nicht einfach machen was du möchtest, ohne das es Konsequenzen nach sich zieht. Das erscheint bei einem Studium anders, ist aber auch in weiten Teilen der Fall.

 

🙁 2. Arbeiten

Klar, bei einer Ausbildung geht es auch darum, die handwerkliche Arbeit praktisch zu erlernen. Dazu gehört auch Arbeiten zu gehen. Man hat meist eine 40 Stunden Woche und 25-30 Tage Urlaub im Jahr. Es erscheint zwar viel, aber es ist einfach eine Sache der Gewöhnung. Trotzdem hat man bei unserem dualen Ausbildungssystem immer wieder Theorieeinheiten in einer Schule. Das ähnelt der normalen Schule sehr.

Nun hast du einen kleinen Überblick, über die Vor- und Nachteil einer Ausbildung und kannst dich jetzt über deinen Wunschausbildungsplatz informieren. Wie du wahrscheinlich schon gemerkt hast, ist eine Ausbildung in einem Unternehmen keine „Ausbildung 2. Klasse“, sondern sehr anspruchsvoll und auch eine Chance für dich in einem Unternehmen die Karriereleiter nach oben zu sprinten.